Viele Menschen haben Angst vor Konflikten. Gerade im Urlaub brechen diese allerdings häufig auf. Laut Umfragen geraten zwei Drittel aller Paare im Urlaub heftig aneinander. Ungewohnte Nähe, Missverständnisse, enttäuschte Erwartungshaltungen … Ursachen für Konflikte gibt es viele. Streiten an sich ist nichts Schlimmes – welches Paar ist schon immer einer Meinung? Eine Beziehung besteht aus zwei eigenständigen Persönlichkeiten, die sich manchmal eben auch aneinander reiben, um ihre unterschiedlichen Bedürfnisse aufzuzeigen. Es kommt allerdings auf das WIE an!

Sabine*, 38 und Peter*, 44 kamen zu mir in die Praxis, weil sie nach einem heftigen Streit im Urlaub an ihrer Beziehung zweifelten. „Wir haben bisher noch nie gestritten“, erklärte mir das Paar, weshalb es auch zutiefst erschüttert war.

Die beiden waren konfliktscheu und harmoniesüchtig. Sie leugneten ihre Bedürfnisse und gaben lieber nach – „des lieben Friedens willen“. Das kostete jedoch viel Energie. Die aufgestaute Unzufriedenheit verwandelte sich mit der Zeit in Wut, die sich während des ständigen Zusammenseins im Urlaub nicht mehr unterdrücken ließ. Es kam zur Eskalation …

Sabine und Peter dürfen nun lernen, ihre Bedürfnisse zu artikulieren und sich mit ihren persönlichen Unterschieden auseinander zu setzen. Sie verstehen den Konflikt als wertvollen Impuls, etwas zu verändern und kommen sich wieder näher.

Wer erkennt, dass man an einem Streit wachsen kann, lässt sich nicht mehr von jeder kleinen Störung der Harmonie aus der Ruhe bringen. Ein Streit kann eine reinigende Wirkung haben – wenn die Streitkultur stimmt. Gefangen in einer Spirale aus Anschuldigungen und Rechtfertigungen ist Weiterentwicklung nicht möglich. Eine konstruktive Streitkultur lässt keine Scherben und Verletzungen zurück, sondern bietet einem Paar die Möglichkeit, miteinander und aneinander zu wachsen. Außerdem stärkt eine gemeinsam gefundene Lösung das Zusammengehörigkeitsgefühl.

Hier meine wichtigsten Tipps für konstruktives Streiten:

  1. Behandeln Sie Ihren Partner mit Respekt. Vermeiden Sie unbedingt Beleidigungen.
  2. Hören Sie Ihrem Partner zu und lassen Sie ihn ausreden.
  3. Nehmen Sie Ihren Partner ernst.
  4. Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche und machen Sie klare Aussagen. Um was geht es Ihnen genau?
  5. Wärmen Sie keine alten Geschichten auf. Um was geht es JETZT?
  6. Sprechen Sie in ICH-Botschaften.
  7. Übernehmen Sie Verantwortung für Ihren Anteil am Problem.
  8. Kämpfen Sie nicht, um zu gewinnen! Geben Sie zu, wenn Sie Unrecht haben.
  9. Versuchen Sie, sich in die Lage Ihres Partners zu versetzen, um diesen besser zu verstehen.
  10. Geben Sie die Vorstellung auf, dass sich Ihr Partner so verhalten muss, wie Sie das gerne hätten.
  11. Vermeiden Sie Verallgemeinerungen. (IMMER muss ich auf dich warten!)
  12. Machen Sie konkrete Lösungsvorschläge. (Ruf das nächste Mal bitte an, wenn du später nach Hause kommst.)
  13. Lassen Sie die Meinung des anderen gelten, auch wenn Sie anderer Ansicht sind.
  14. Wenn es gerade nicht passt, vertagen Sie den Streit. Sie sollten unter vier Augen sein und genug Zeit haben, um die Diskussion zu Ende zu führen.
  15. Wenn die Gefühle kochen, ist es besser, einmal darüber zu schlafen. Je größer die Emotionen, desto unrealistischer wird die Situation wahr genommen.

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