Gibt es mehr Beziehungskrisen wegen Corona? Fakt ist: Die Auswirkungen der Pandemie werden zunehmend zur Belastungsprobe für Paare. Über ein Jahr müssen wir nun bereits mit Corona leben. Dass die Gesundheit das Allerwichtigste ist, steht außer Frage. Die wirtschaftlichen Folgen sind uns schmerzlich bewusst. Aber auch das Beziehungsleben hat sich verändert, bei vielen Paaren sind Streitereien mittlerweile an der Tagesordnung.

Wenn Paare viel Zeit auf engstem Raum miteinander verbringen (müssen), kommen naturgemäß unterschwellige Konflikte an die Oberfläche – wir Paarberater*innen kennen dieses Phänomen auch von der Ferienzeit. Nun ist man im Urlaub eher entspannt, ganz im Gegensatz zur jetzigen Situation. Existenzängste, Sorgen um die Gesundheit, Probleme mit der Kinderbetreuung und/oder der Betreuung von pflegebedürftigen Eltern, eingeschränkte Möglichkeiten für soziale Kontakte und Hobbys – die lange Zeit der Belastungen zehrt an den Nerven, der Frust wird oft am Partner ausgelassen.

In Ausnahmesituationen fällt es besonders schwer, der Beziehung Aufmerksamkeit zu schenken. Dabei ist es gerade in Krisenzeiten wichtig, sich gut umeinander zu kümmern, einander zuzuhören und auch mal Spaß miteinander zu haben!

Gemeinsam eine Krise zu meistern, kann Paare auch zusammen schweißen! In einer Notlage versucht man, miteinander Lösungen zu finden und schätzt die Ressourcen des Partners. Eine schwere Zeit, die man Seite an Seite überstanden hat, verbindet und stärkt die Beziehung.

 

Beziehungskrise wegen Corona – so können Sie diese vermeiden: 

  • Unterstützen Sie sich gegenseitig.
  • Hören Sie einander zu und zeigen Sie Verständnis für die Sorgen Ihres Gegenübers.
  • Unsicherheit schürt die Angst. Informieren Sie sich daher aus seriösen Quellen (Social Media gehört nicht dazu!).
  • Vergessen Sie das Virus und Ihre Sorgen von Zeit zu Zeit. Schauen Sie sich einen lustigen Film an, hören Sie Gute-Laune-Musik oder blättern Sie im Fotoalbum vom letzten Urlaub.
  • Halten Sie Kontakt mit Ihrem Freundeskreis.
  • Machen Sie Sport! Wann immer es geht, in der freien Natur*, ansonsten zu Hause. Tanzen, Gymnastik, Übungen mit dem eigenen Körpergewicht – im Internet finden Sie unzählige Anleitungen.
  • Auch zum Entspannen und Meditieren finden Sie online zahlreiche Videos.
  • Machen Sie sich bewusst, dass alles zwei Seiten hat und es auch positive Aspekte gibt.
  • Die eine oder andere Meinungsverschiedenheit wird sich nicht vermeiden lassen. Streiten an sich ist nichts Schlimmes, es kommt allerdings auf das Wie an. Achten Sie auf Ihre Streitkultur!
  • Behalten Sie Ihren Humor!
  • Gehen Sie verschwenderisch mit liebevollen Gesten um! Komplimente, Umarmungen, kleine Aufmerksamkeiten etc. vermitteln Ihrem Partner Wertschätzung und nähren die Beziehung.


Wenn Sie Kinder haben:

  • Gerade Eltern sollten am besten täglich getrennt voneinander spazieren gehen*, damit jede*r auch mal ein bisschen Ruhe und Zeit für sich hat.
  • Strukturieren Sie Ihren Tagesablauf! Um sich nicht auf die Nerven zu gehen, braucht es Regeln – für Sie als Paar und für Ihre Kinder.
  • Machen Sie einen Haushaltsplan und lassen Sie auch die Kinder ihrem Alter entsprechende Aufgaben übernehmen.
  • Viele Menschen leiden darunter, weil sie im Alltag wenig Zeit für ihre Kinder haben. Versuchen Sie, die unverhoffte Familien-Zeit zu genießen.
  • Es darf Zeiten geben, in denen Sex keine große Rolle spielt, weil andere Dinge Ihre ganze Energie erfordern. Diese Phase geht vorüber!
  • Vergessen Sie trotzdem nicht auf Körperkontakt! Umarmungen, Küsse, Massagen und Kuscheln sind auch im Beisein ihrer Kinder möglich.

 

Wenn Sie keine Kinder haben (oder diese schon aus dem Haus sind):

Wenn Sie Unterstützung brauchen, bin ich gerne für Sie da! Meine Praxis ist geöffnet, Einzel- und Paarberatungen werden unter Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen abgehalten. Sie erreichen mich unter 0650-2070272 oder mail@doriskaiser.com.

 

*Sollten Sie oder ein Familienmitglied an Corona erkrankt sein oder Sie als Vorsichtsmaßahme unter Quarantäne stehen, dürfen Sie Ihre Wohnung keinesfalls verlassen!  


Wenn Sie sich über Zeit zum Lesen freuen, hier ein paar Buch-Tipps:  

  • Die fünf Sprachen der Liebe – Wie Kommunikation in der Ehe gelingt
    Gary Chapman
  • LiebesLeben – Wie wir 46 Jahre nach unserer Hochzeit die Lust und die Liebe neu entdeckten
    Magda & Bernhard Bauer
  • Leih mir dein Ohr und ich schenk dir mein Herz – Wege zu einer glücklichen Liebesbeziehung
    Sabine & Roland Bösel
  • Hilfe, meine Frau heiratet – Wie Mann die Hochzeitsplanung übersteht
    Doris Kaiser

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Foto: Soroush Karimi, Unsplash

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