Die gute Nachricht: Ja. Die schlechte: Sie müssen sich ganz bewusst dafür entscheiden und auch etwas dafür tun. Es ist schon paradox: Kinder entstehen durch Sex – und kaum sind sie auf der Welt, hat man keinen mehr. Das entzückende Wesen, das Sie anlächelt und Ihr Herz zum Überlaufen bringt, ist die eine Seite; schlaflose Nächte, Erschöpfung und fehlende Erotik die andere. Mütter haben durchschnittlich 20 Minuten pro Woche für sich. Die eigenen Bedürfnisse bleiben auf der Strecke – und die des Partners auch. Sie werden unzufrieden, nörgeln an Ihrem Partner rum und haben weniger Geduld mit dem Baby.

Neulich erzählte mir Stefanie*, 28: „Die Geburt war heftig. Gleich danach hatte mein Mann ein paar Tage frei, doch die reichten kaum zur Erholung. Ich kann keine Nacht durchschlafen, habe Ringe unter den Augen und laufe nur mit angesabberten Schlabberpullis rum. Das Baby hängt stundenlang an meinem Busen, worauf mein Mann neidisch ist. Ich kann momentan aber beim besten Willen nicht an Sex denken!“

Die erste Zeit ist anstrengend, keine Frage. Lassen Sie sich Zeit. Früher oder später finden Sie einen Rhythmus mit dem Baby und alles spielt sich ein.
Spätestens dann sollten Sie sich daran erinnern, dass Sie auch eine Geliebte und nicht „nur“ Mutter sind. Tun Sie etwas, dass der Frau in Ihnen gut tut. Ein entspannendes Bad, ein Café-Besuch mit der Freundin, ein Massage- oder Friseurtermin lassen sich auch umsetzen, wenn Sie noch stillen.

Bleiben Sie mit Ihrem Partner im Gespräch. Sagen Sie ihm, wie es Ihnen geht, interessieren Sie sich aber auch für seine Bedürfnisse. Er muss sie jetzt „teilen“ und hat vielleicht das Gefühl, zu kurz zu kommen. Oder er hat Bilder von der Geburt im Kopf, die es ihm schwer machen, Ihre Vulva als Lustorgan zu sehen. Das Wichtigste ist die Kommunikation! Wenn Sie ehrlich sind und über Ihre Sorgen, Ängste, Wünsche und Bedürfnisse reden, werden Sie die unerfreulichen Begleiterscheinungen des Elterndaseins am besten überstehen.

Aktivieren Sie bewusst Ihr Liebesleben!

Nur weil Sie jetzt Mami und Papi sind, verwandeln Sie sich nicht automatisch in asexuelle Wesen. Na gut, zeitweise schon. Warten Sie jedoch nicht darauf, dass sich dieser Zustand von selbst wieder ändert. Entscheiden Sie sich dafür, immer wieder aus der Mutter-Rolle auszusteigen und bewusst die Rolle der Geliebten einzunehmen.

  • Tun Sie mindestens 1x/Woche etwas für sich als Frau.
  • Trainieren Sie Ihren Beckenboden.
  • Sprechen Sie nicht immer nur über das Baby, sondern auch über sich.
  • Bleiben Sie aufmerksam und verlieren Sie Ihren Partner nicht aus den Augen.
  • Steigen Sie ganz bewusst von Zeit zu Zeit aus der Mama-Rolle aus und schlüpfen Sie in die Rolle der Geliebten.
  • Nutzen Sie günstige Gelegenheiten für einen Quicky.
  • Schaffen Sie sich mit Unterstützung von Großeltern, Freundinnen oder Babysittern regelmäßig Paar-Zeit.
  • Hängen Sie Ihr schlechtes Gewissen an den Nagel – wenn es Ihnen gut geht, geht es auch dem Baby gut!
  • Bedenken Sie, dass Stillen allein keinen sicheren Schutz vor einer Schwangerschaft bietet. Lassen Sie sich von Ihrer Gynäkologin bzw. Ihrem Gynäkologen beraten.

Wenn Sie Unterstützung beim (wieder) Entdecken Ihrer individuellen Sexualität brauchen, vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch!
Ich bin gerne für Sie da. Von Frau zu Frau. Für eine lustvolle Sexualität, die Ihren Bedürfnissen entspricht.

 

*Name geändert

20 Tipps für mehr Lust auf Sex

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