Die Figur verändert sich, die Haut wird schlaffer und trockener, der Schlaf unruhig. Und diese Hitzewallungen! Sie wissen, wovon ich rede: Von den Wechseljahren. Und weil Sie mit all diesen Symptomen schon genug Sorgen haben, geht die Lust auf Sex flöten. Oder Sie haben Lust, trauen sich aber nicht, diese auszuleben, weil Sie sich nicht mehr begehrenswert fühlen.

Wechseljahre oder Klimakterium nennt man den gesamten Umstellungsprozess des Hormonhaushalts vor und nach der letzten Regelblutung. Wann diese auftritt, ist ganz unterschiedlich; im Durchschnitt haben Frauen ihre letzte Blutung mit 52 Jahren. Auch wie lange diese Phase dauert, ist individuell verschieden. Währenddessen sinkt der Östrogenspiegel im Körper kontinuierlich, bis er sich schließlich auf ein Minimum einpendelt.

Wenn Sie ungewollte kinderlos geblieben sind, macht Ihnen das Ende der Fruchtbarkeit wahrscheinlich besonders zu schaffen. Nun müssen Sie sich endgültig von Ihrem Kinderwunsch verabschieden. Auch wenn es extrem schmerzlich ist – machen Sie das bewusst und verdrängen Sie das Thema nicht. Professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen kann dabei sehr hilfreich sein.

Keine Lust?

Ist Ihnen mit den Wechseljahren die Lust abhanden gekommen? Dafür sind selten die Hormone alleine verantwortlich, meist spielt das seelische Befinden eine große Rolle. Wenn Sie Angst vor dem Alter haben, sich nicht mehr begehrenswert fühlen und neidisch auf jüngere und vermeintlich attraktivere Damen schielen, ist es wenig verwunderlich, dass Ihre Libido streikt. Wenn Sie in jungen Jahren Spaß am Sex hatten, gibt es keinen Grund, warum das nun anders sein sollte. Unser wichtigstes Sexualorgan ist das Gehirn!

Haben Sie wirklich keine Lust oder haben Sie keine Lust auf den Sex, den Sie bisher hatten? Vielleicht ist es an der Zeit, etwas zu verändern! Seien Sie ehrlich – zuerst zu sich selbst und dann zu Ihrem Partner. Erst wenn Sie sich Ihrer Wünsche und Bedürfnisse bewusst sind, können Sie diese auch kommunizieren.

Akzeptieren Sie körperliche Veränderungen. Schließen Sie Frieden mit Ihrem Körper und mit Ihrem Alter. Es hat viele Vorteile, keine 20 mehr zu sein. Sie wissen jetzt, dass körperliche Reize und schnelle Befriedigung nicht alles sind und dass Sexualität auch eine tiefere Ebene haben kann. Es geht nicht mehr darum, irgendwelchen Erwartungen zu entsprechen und möglichst oft Sex in den abenteuerlichsten Stellungen zu haben. Qualität statt Quantität ist angesagt. Vertrauen, Intimität, Zärtlichkeit, Nähe – das sind die Ingredienzien, die nun wichtig sind. Auch, um Lust zu entwickeln. Nehmen Sie sich Zeit! So wie Sie länger brauchen, um feucht zu werden, braucht möglicherweise auch Ihr Partner länger, um eine Erektion zu bekommen (sofern er nicht deutlich jünger ist als Sie).

Es kann sein, dass Ihr Partner Erektionsprobleme hat und sie deswegen verunsichert sind. Das ist ein sensibles Thema, über das die wenigsten Männer gerne reden. Trotzdem oder gerade deswegen sollten Sie es unbedingt ansprechen! Gemeinsam können Sie Ihr Liebesleben neu definieren. Sexualität ist viel mehr als Geschlechtsverkehr. Wenn Sie beide an Ihre Grenzen stoßen, scheuen Sie sich nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen! Dieser Bereich ist viel zu wichtig, um ihn tot zu schweigen. Außerdem geht das sowieso nicht lange gut.

Vielleicht gehören Sie zu den Frauen, die kaum Beschwerden haben und die Menopause als befreiend empfinden. Jetzt, da Blutungen und Verhütung passé sind, möchten Sie Ihre Sexualität neu entdecken? Sprechen Sie mit Ihrem Partner über Ihre Bedürfnisse. Wenn Sie das auch früher schon getan und lustvollen Sex erlebt haben, werden Sie höchstwahrscheinlich auch in und nach den Wechseljahren ein erfülltes Liebesleben genießen.
Wenn Ihnen allerdings bewusst wird, dass Ihr Sexualleben entweder zur Routine geworden oder kaum noch vorhanden ist, ist jetzt der richtige Zeitpunkt zum Handeln. Übernehmen Sie Verantwortung für Ihre Sexualität und beleben Sie diese neu! Liebe und Lust können in jedem Alter eine Quelle der Lebensfreude sein.

Ein Thema, das fast alle Frauen beschäftigt: Hormonersatztherapie ja oder nein? Während die einen darauf schwören, lehnen die anderen diese vehement ab. Lassen Sie sich von Ihrer Gynäkologin oder Ihrem Gynäkologen beraten und wägen Sie gemeinsam Nutzen und Risiken ab.
Darüber hinaus gibt es Behandlungen mit pflanzlichen Hormonen, so genannten „Phytohormonen“ sowie eine Reihe von komplementärmedizinischen Maßnahmen (z.B.  Naturheilkunde, TCM, Homöopathie, Akupunktur etc.)
Informieren Sie sich umfassend und entscheiden Sie selbst, was am besten für Sie ist.

10 Tipps für mehr Wohlbefinden in den Wechseljahren

Das Klimakterium ist keine Krankheit, sondern eine natürliche Umbruchphase. Je positiver Sie diese gestalten, umso weniger leiden Sie! Das heißt nicht, dass Sie nicht auch mal Jammertage haben dürfen. Das Auf und Ab der Hormone macht einem eben manchmal zu schaffen. Vielleicht haben Sie das Gefühl, dem hilflos ausgeliefert zu sein, doch Sie können eine Menge für Ihr Wohlbefinden tun:

1. Suchen Sie auf jeden Fall Ihre Gynäkologin oder Ihren Gynäkologen auf.

2. Reden Sie mit Ihrem Partner! Worunter leiden Sie? Was macht Ihnen Sorgen? Welche Auswirkungen haben die Wechseljahre auf Ihre Beziehung? Wie geht es ihm dabei? Welche Unterstützung wünschen Sie sich von ihm?

3. Tauschen Sie sich mit anderen Frauen aus, die ebenfalls im Wechsel sind.

4. Prüfen Sie Ihren Lebensstil! Regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung helfen dem Körper, mit dem Stress der Hormonumstellung besser klar zu kommen.

5. Lernen Sie, sich bewusst zu entspannen! Es gibt eine Vielfalt an Entspannungs-Methoden, z.B. Autogenes Training, Yoga, Qigong, Meditation, Muskelentspannung nach Jacobson uvm. Viele Wechseljahrsbeschwerden wie depressive Verstimmungen, Nervosität und Unruhezustände lassen sich durch Stressabbau deutlich lindern.

6. Treiben Sie Sport! Frauen, die sich bewegen, leider seltener unter Hitzewallungen als Couch-Potatoes. Besonders Ausdauersport wie Laufen, Nordic Walking, Schwimmen oder Rad fahren bringt den Körper dazu, Temperaturschwankungen besser auszugleichen. Sport beugt außerdem Osteoporose vor und hilft dabei, das Gewicht zu halten, wenn der Energiebedarf des Körpers sinkt.

7. Bei Hitzewallungen helfen regelmäßige Saunagänge, Kneippanwendungen und Wechselduschen. Kleiden Sie sich im „Zwiebellook“, damit Sie schnell und unkompliziert eine Lage aus- oder anziehen können.

8. Trainieren Sie Ihren Beckenboden! Das beugt nicht nur Inkontinenz vor, sondern wirkt sich auch positiv auf Ihr Sexualleben aus.

9. Machen Sie es sich selbst! Masturbation macht ausgeglichener, regt die Hormonproduktion an und macht Lust auf mehr. Nein, es macht keinen Sinn, sich für den Partner „aufzuheben“. Lust kann „geübt“ werden!

10.Genießen Sie Ihre Sexualität! Schmerzen beim Sex sind oft der Grund, warum Frauen lieber darauf verzichten. Ursache dafür sind die trockener und dünner werdenden Schleimhäute. Mit Gleitgels und ev. auch östrogenhaltigen Salben kann Abhilfe geschaffen werden. Regelmäßiger Sex hilft, die Feuchtigkeitsproduktion der Vagina zu erhalten!

Zaubermittel gibt es keines. Jede Frau erlebt diese Phase anders. Jede hat ihre persönlichen Herausforderungen zu meistern. Wenn Sie sich darüber austauschen möchten, kommen Sie zu meinem nächsten Terrassengespräch „Die Hormone & wir“!

Sie bevorzugen eine persönliche Beratung? Vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch!
Ich bin gerne für Sie da. Von Frau zu Frau. Für eine lustvolle Sexualität, die Ihren Bedürfnissen entspricht.

 

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