Wir kennen sie aus Witzen, Filmen und Cartoons: Männer, die Sex wollen und Frauen, die Migräne als Ausrede benutzen. Nur ein Klischee oder doch die Wahrheit?
Auch wenn es selbstverständlich Fälle gibt, bei denen es andersrum ist, höre ich doch von vielen Frauen in meiner Praxis, dass ihre Männer öfter das Bedürfnis nach Sex haben als sie. Warum ist das so?

„Ständig will er Sex. Egal, ob er einen anstrengenden Tag hatte, ein Kind krank ist oder in der Wohnung Chaos herrscht. Ich verstehe das nicht“, klagt Ingrid*. „Damit ich Lust habe, muss erst mal alles andere passen.“

So wie Ingrid geht es vielen Frauen: Sie müssen körperlich und seelisch entspannt sein, um Sex genießen zu können. Bei Männern ist es oft umgekehrt: Sie entspannen sich beim Sex! Ihre Lust ist außerdem weit weniger an äußere Einflüsse gekoppelt.

Mit Intimität verhält es sich ähnlich: Während Männer über Sexualität Nähe aufbauen, brauchen Frauen das Gefühl von Vertrauen und Geborgenheit, um sich auf Sex einlassen zu können. Auch wenn Sex nicht in einer Beziehung stattfindet, wollen die meisten Frauen doch auf irgendeine Art und Weise emotional berührt werden, bevor sie sich öffnen. Sich gesehen, begehrt, angenommen fühlen. Darum ist es Frauen auch so wichtig, gemeinsame Zeit zu verbringen und Gespräche zu führen.

Wie bei vielen Paaren begannen die Probleme bei Ingrid, 45, und Alexander*, 47, nachdem die Leidenschaft der ersten Jahre vorüber war. Sie wollte nun nicht mehr bei jeder Gelegenheit mit ihm ins Bett. Sie sagte öfter „nein“, weil der Zeitpunkt für sie nicht passte oder sie erschöpft war. Je mehr er sie bedrängte, desto mehr machte sie zu. Sie hatte das Gefühl, es gehe ihm nicht um sie als Person, sondern „nur“ um Sex.

Ingrid: „Wenn du liebevoller zu mir wärst, hätten wir öfter Sex.“
Alexander: „Wenn wir öfter Sex hätten, wäre ich liebevoller zu dir.“

Frauen nehmen ihre Lust vollkommen anders wahr als Männer. Studien zeigen, dass Frauen im Genitalbereich sexuell erregt sein können, ohne dabei Lust zu empfinden. Für Männer unvorstellbar! Das wichtigste Sexualorgan ist das Gehirn – das gilt für das weibliche noch viel mehr als für das männliche Geschlecht.

Außerdem ist die sexuelle Erregbarkeit innerhalb des weiblichen Zyklus großen Schwankungen unterworfen.

Was also tun?

Erkennen Sie an, dass Sie und Ihr Partner unterschiedlich ticken. Aus einem Apfel wird keine Birne, auch wenn Sie ihm noch so oft vorwerfen, dass er ein Apfel ist!

Seien Sie ehrlich zu sich selbst. Haben Sie wirklich keine Lust oder haben Sie nur keine Lust auf den Sex, wie Sie ihn in letzter Zeit erlebt haben? Vielleicht geht es Ihnen zu schnell zur Sache, wünschen Sie sich mehr Abwechslung oder stört Sie etwas anderes, das Sie sich bisher nicht eingestanden haben.

Was müsste passieren, damit Sie Ihren Mann wieder sexy finden? Vielleicht gibt es bestimmte Verhaltensweisen, die Sie abturnen.

Reden Sie mit Ihrem Partner! Erklären Sie ihm, was Sie brauchen, um sich auf Sex mit ihm einlassen zu können.

Werben Sie wieder umeinander! Das ist nach jahrelanger Beziehung ebenso wichtig wie am Anfang. Sie sind zwar schon ein Paar – sie wollen es allerdings auch bleiben!

Nehmen Sie sich Zeit für gemeinsame Unternehmungen, die Ihnen beiden Spaß machen. Das bringt mehr Leichtigkeit in die Beziehung und schafft Nähe.

Gestatten Sie sich andererseits auch Freiräume. Erotik braucht Distanz! Wenn Sie nicht ständig aufeinander hocken, haben Sie die Chance, Sehnsucht zu entwickeln.

Steigen Sie aus dem Muster „er bedrängt mich, ich ziehe mich zurück“ ganz bewusst aus! Überraschen Sie ihn, verführen Sie ihn, spielen Sie mit ihm! Machen Sie Sex vom Problemthema wieder zu etwas Lustvollem.

Wenn Sie Unterstützung brauchen, vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch!
Ich bin gerne für Sie da.  Für eine lustvolle Sexualität, die Ihren Bedürfnissen entspricht.

 

*Namen geändert

 

 

 

 

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