Für viele Frauen ist die angeblich schönste Sache der Welt mit Schmerzen verbunden. Aus Scham oder Angst, sie zu verletzen, trauen sie sich oft nicht, mit ihren Partnern darüber zu reden. Sie setzen sich unter Druck, um beim nächsten Mal locker zu sein. Das funktioniert natürlich nicht, da sie Angst vor Schmerzen haben. Also vermeiden sie Sex, so gut es geht, was wiederum die Männer verunsichert: Habe ich etwas falsch gemacht? Liebt sie mich nicht mehr? Hat sie einen anderen?

Oder es läuft wie bei Lisa*, 23. Seit Monaten hat sie nicht mehr mit ihrem Freund Daniel*, 24 geschlafen. Sie hat ihm von ihren Schmerzen erzählt. Er war schockiert und zog sich zurück. „Er will mir nicht weh tun. Mir ist das ja irgendwie ganz recht. Aber ich fühle mich auch schuldig, weil ich weiß, wie wichtig ihm Sex ist. Außerdem hab ich Angst, dass er mich verlässt.“

Es gibt verschiedenste Arten von Schmerzen. Es kann brennen, ziehen, stechen oder jucken. Am Scheideneingang, in der Vagina oder im Unterbauch. Der Schmerz kann kommen und gehen oder anhalten, punktuell oder großflächig sein. Manchen Frauen tut es beim Orgasmus weh oder danach. Dyspareunie heißt der Fachbegriff für Schmerzen im Genitalbereich. Beim Vaginismus ziehen sich Scheide und Beckenboden derart zusammen, dass das Einführen eines Penis oder sogar eines Tampons unmöglich ist.

Schmerzen beim Sex können verschiedenste körperliche und psychische Ursachen haben, die sich allerdings nicht immer trennen lassen. Wenn eine Frau z.B. Beschwerden durch eine Pilzinfektion hat, kann die Angst vor schmerzhaftem Sex bleiben. Dadurch verkrampft sie sich und hat nach wie vor Schmerzen, auch wenn die Infektion bereits ausgeheilt ist.

Die Behandlungsmethoden sind so vielfältig wie die Ursachen selbst. Um diese heraus zu finden, sollte der erste Weg zur Gynäkologin bzw. zum Gynäkologen führen.

Um Ihnen ein Gefühl für die zahlreichen möglichen körperlichen Ursachen zu geben, hier ein Überblick:
• Hormonelle Veränderungen, z.B. in der Stillzeit oder in den Wechseljahren
• Pilzinfektionen
• Blasenentzündungen
• Übertriebene Genitalhygiene
• Entzündungen und Allergien durch chemische Verhütungsmittel
• Endometriose (Wucherung der Gebärmutterschleimhaut)
• Myome (Wucherungen in der Muskelschicht der Gebärmutter)
• Gebärmutter- und /oder Scheidenabsenkung
• chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
• Hämorrhoiden
• Narben
• Sjögren-Syndrom (eine Autoimmunerkrankung, bei der die Hauptsymptome Augen-, Mund- und Vaginaltrockenheit sind)
• Fehlbildungen
• Krebserkrankungen
• Geschlechtskrankheiten
• Nebenwirkungen von Medikamenten

Auf psychischer Ebene können Traumata wie sexueller Missbrauch,  schmerzhafte sexuelle Erfahrungen, Ängste oder unangenehme Erlebnisse beim Sex Schmerzen verursachen.

Bei Lisa war organisch alles in bester Ordnung. In der Beratung stellte sich heraus, dass es zwischen ihr und Daniel immer sehr schnell zur Sache ging. Sobald er eine Erektion hatte, fühlte sie sich genötigt, ihn eindringen zu lassen – auch, wenn sie noch gar nicht bereit dazu war. Sie war noch nicht erregt und damit nicht feucht genug, was ihre Schmerzen verursachte. In der Beratung lernte sie, aus dem Teufelskreis Schmerzen – Angst vor Schmerzen – Anspannung – Schmerzen auszusteigen. Außerdem holten wir Daniel dazu, um eine für beide passende Sexualität zu kreieren.

Ab und zu kann jede Frau mal Schmerzen beim Sex haben. Starke Anspannung, die Tage vor der Menstruation oder mangelnde Erregung – und schon gibt es unangenehme Gefühle statt Lust. Was Sie tun können, um Schmerzen beim Sex vorzubeugen, lesen Sie hier. Sollten Sie oft oder dauernd unter Schmerzen leiden, suchen Sie unbedingt Ihre Gynäkologin bzw. Ihren Gynäkologen auf!

Wenn Sie wieder entspannt Sex genießen möchten, vereinbaren Sie ein kostenloses Informationsgespräch! Ich bin gerne für Sie da. Von Frau zu Frau. Für eine lustvolle Sexualität, die Ihren Bedürfnissen entspricht.


*Namen geändert

20 Tipps für mehr Lust auf Sex

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