Dass es Männer belastet, wenn sie keinen hoch bekommen, ist sonnenklar. Doch wie geht es ihren Partnerinnen damit? Wenn das ein-, zweimal passiert, wird sich keine Frau viel dabei denken. Kommt es jedoch öfter vor, zweifeln Frauen erst mal an sich selbst. Findet er mich nicht mehr attraktiv? Hab ich etwas falsch gemacht? Liebt er mich nicht mehr? Dass sich viele Männer zurück ziehen, wenn sie Erektionsprobleme haben, nährt die Zweifel der Frauen zusätzlich.

So wie bei Katharina*, 48. Als sie zu mir in die Praxis kam, hatte sie schon monatelang keinen Sex mehr mit ihrem Mann Stefan*, 55. Angefangen hatte es mit einem „Hänger“ hie und da. Für Katharina kein Ding, Stefan hingegen nahm sich die Sache sehr zu Herzen. Als es drei Mal hintereinander nicht funktionierte, zog er sich zurück. Er erfand Ausreden, ging erst ins Bett, wenn Katharina schon schlief und blockte jede sexuelle Annäherung ab.

Katharina ist verunischert. „Wir distanzieren uns immer mehr voneinander. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Findet er mich nicht mehr sexy? Vielleicht hat er ja auch eine andere!“

Viele Männer haben hin und wieder Probleme, eine Erektion zu bekommen. Stress, Sorgen im Job, Zoff mit der Partnerin – da kann das schon mal vorkommen. Sexualität ist eine höchst sensible, komplexe und störanfällige Angelegenheit. Von einer Erektionsstörung spricht man jedoch erst, wenn diese Schwierigkeiten länger als drei Monate andauern. Dann ist es allerdings höchste Zeit, einen Arzt aufzusuchen. Erektionsstörungen können nämlich auch ein Warnsignal für das Auftreten von ernsthaften Krankheiten sein! Da die Arterien des Penis sehr fein sind, äußern sich Schäden an den Blutgefäßen zuerst in einer Erektionsstörung, bevor die Herzgefäße betroffen sind.

Wenn Ihr Partner Erektionsprobleme hat, sollten Sie unbedingt das Gespräch suchen!

  • Informieren Sie sich über Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten etc., damit Sie wissen, wovon Sie reden.
  • Sprechen Sie Ihren Partner in einer günstigen Situation an. Sie sollten beide entspannt und ungestört sein.
  • Zeigen Sie Verständnis, aber auf keinen Fall Mitleid!
  • Machen Sie ihm keine Vorwürfe, sondern sagen Sie ihm, wie es Ihnen mit dieser Situation geht (z.B., dass Ihnen seine Nähe fehlt, Sie sich mit Selbstzweifeln quälen, Sie verunsichert sind etc.)
  • Bitten Sie ihn, zum Arzt zu gehen, weil Sie sich Sorgen machen. Seine Probleme könnten erste Anzeichen einer ernsthaften Krankheit sein!
  • Er will alleine mit seinem Problem fertig werden – typisch Mann eben. Geben Sie ihm das Gefühl, dass es BEIDE angeht, Sie ihn unterstützen möchten und Sie an einer gemeinsamen Lösung interessiert sind.
  • Wirken Sie auf ihn ein, nicht wahllos irgendwelche Potenzmittel aus dem Internet oder von einem Freund einzunehmen. Das kann sehr gefährlich sein! Der Arzt seines Vertrauens wird die für ihn geeignete Behandlung festlegen. Die Therapiemöglichkeiten sind ebenso vielfältig wie die möglichen Ursachen.
  • Wenn organisch alles ok ist, sind viele Männer gefordert. Die Psyche soll schuld daran sein, dass er keinen mehr hoch bekommt? Was für ein Blödsinn! Kein Mann gesteht sich selbst gerne ein, dass sich sein Workaholic-Dasein oder seine Versagensängste auf seinen Penis auswirken. In diesem Fall ist Ihre Unterstützung besonders wichtig.
  • Seien Sie zärtlich zueinander! Möglicherweise vermeidet Ihr Partner Körperkontakt, aus Angst, dass Sie mehr von ihm wollen. Zeigen Sie ihm, dass es auch andere Wege gibt, sich einander nahe zu fühlen. Massieren Sie sich, küssen Sie sich, kuscheln Sie miteinander!
  • Sex ist nicht gleich Geschlechtsverkehr! Es gibt viele Spielarten, die keine Erektion voraussetzen und (auch ohne Erektion!) zum Orgasmus führen können.
  • Ihr Partner fühlt sich nicht mehr „als richtiger Mann“. Er schämt sich, weil er im wahrsten Sinne des Wortes ein „Schlappschwanz“ ist. Er hat Angst, Sie an einen anderen, potenteren Mann zu verlieren. Nun ist Ihre Zuneigung und Wertschätzung besonders wichtig.
  • Machen Sie ihm klar, dass er Ihre Beziehung gefährdet, wenn Sie nicht miteinander sprechen. Und zwar nicht durch seine Erektionsprobleme, sondern durch seine Weigerung, sich damit auseinander zu setzen.

Eine Erektionsstörung ist ein heikles Thema, das die Beziehung belastet. Sie kann aber auch eine Chance sein, sich über Sexualität auszutauschen, über Bedürfnisse zu sprechen, sich dadurch wieder neu zu entdecken und sich letztendlich einander näher zu fühlen als zuvor.

Wenn Sie Unterstützung dabei brauchen, vereinbaren Sie ein kostenloses Informationsgespräch.
Ich bin gerne für Sie da. Für eine lustvolle Sexualität, die Ihren Bedürfnissen entspricht.

 

 

* Namen geändert

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